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Herzlich Willkommen
auf der Internet Seite
des MONTESSORI -
Förderzentrums in Trittau und in Hamburg.
Wir sind eine
Lernpraxis für Schulprobleme aller Art. Wir sind speziell auf die
Förderung aufmerksamkeitsgestörter
oder an Dyskalkulie oder an Legasthenie leidender Kinder eingestellt.

In
Therapieeinheiten von jeweils 60 Minuten erfahren die betroffenen
Kinder durch den Umgang mit den reichhaltigen MONTESSORI - Materialien
und anderen Lern- und Erfahrungsangeboten wieder Erfolgserlebnisse und
viel Spaß am Lernen. So kann schon nach 10 Therapiestunden ein
auch in der Schule spürbarer Erfolg erzielt werden.
Über die Erfindung und der
Entstehung der MONTESSORI - Materialien
durch die italienische Reformpädagogin MARIA MONTESSORI schreibt
Prof. Dr. M. Klein-Landeck:
Im Jahr 1897 hat
Montessori als Assistentin an der Psychiatrischen Klinik der
Universität Rom ein Schlüsselerlebnis, welche ihr die
Bedeutung aktiver Sinneserfahrungen für die kognitive Entwicklung
des Menschen aufschließt. Sie beobachtet geistig
zurückgebliebene Kinder, die in Ermangelung anregender
Betätigungsmöglichkeiten mit ihrem Essen spielen: "Sie
griffen nach dem einzigen Spielzeug, das ihnen in den Weg kam, nach dem
einzigen Mittel, das sie von ihrer schrecklichen Langeweile befreien
konnte". Montessori erkennt den besonderen pädagogischen
Förderbedarf diese Kinder und studiert in der Folgezeit die
Schriften von J.M. Itard (1774-1838) und E. Séguin (1812-1880).
Ab 1900 experimentiert sie am heilpädagogischen Institut der
Scuola Ortofrenica systematisch mit dem von diesen beiden
französischen Ärzten entwickelten sensorischen Lernmaterial,
und passt es den Entwicklungsbedürfnissen ihrer
lernbeeinträchtigten Schüler an. Als diese ungeahnte
Lernerfolge erzielen, überlegt Montessori, inwiefern die
Ergebnisse übertragbar sind und sich diese Materialien
möglicherweise als "wahrer Schlüssel für die Erziehung
normaler Kinder erweisen".
Auch die Kinder
im ersten Kinderhaus von San Lorenzo (ab 1907) zeigen im Umgang mit den
Selbstlernmitteln gewaltige Entwicklungsfortschritte. Montessori
verändert, ergänzt und entwirft fortlaufend Materialien, so
dass immer neue Übungen entstehen. Dabei ist für sie
entscheidend, inwiefern ein Arbeitsmittel das Phänomen der Polarisation
der Aufmerksamkeit auslöst und den kindlichen
Selbstbildungsprozeß anregt. Nach Montessori hat das etwa
dreijährige Kind ein intensives "Bedürfnis nach tätigen
Sinneseindrücken", denn es strebt nach einer Analyse seiner
bislang vorwiegend unbewusst und ganzheitlich absorbierten
Eindrücke. Mit ihren Sinnesmaterialien will sie ihm geordnete
Bilder und Strukturen anbieten, die diesen
Klärungsprozeß unterstützen. Sie stellen daher eine
Hilfe für das Kind dar, das nicht aufgrund äußerer
Ziele sondern durch innere, psychische Motive zum handelnden Umgang mit
ihnen angeregt wird, Sinnesmaterialien sind materialisierte
Abstaktionen, welche die Eigenschafen der Dinge wie Größe,
Form oder Farbe repräsentieren.Sie sind "wie ein Schlüssel
zur Welt", jedoch "nicht mit der Welt selbst zu verwechseln".

Das Sinnesmaterial
entspricht den kindlichen Sensibilitäten für Ordnung und
Bewegung. Der tätige Umgang mit ihm fördert die Verfeinerung
der Sinneswahrnehmung sowie den Erwerb elementarer
Fähigkeiten, welche das Kind seine zunehmende Unabhängigkeit
erfahren lassen. Auch die in den Übungen stets enthaltene
Sprachförderung vergrößert seine
Handlungsfähigkeit und unterstützt den Prozeß der
Freiwerdung. Vor allem aber ist das Material "wie eine Turnhalle, in
der der Geist seine Übungen durchführt". Die Indentifikation,
Klassifikation und Seriation von Sinneseindrücken fördert
nicht nur die differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit, sondern
trägt zum Aufbau eines geordneten Welt- und Selbstbildes bei und
steht damit letztlich im Dienst der geistigen Entwicklung als dem
umfassenden Ziel, denn: "Es gibt keine Intelligenz ohne eine feine
Fähigkeit der Unterscheidung."
Dazu müssen die
Materialien jedoch besonderen Anforderungen genügen: Die Isolation
einer Eigenschaft bzw. Schwierigkeit und ihre graduelle Abstufung sind
wesentlich, denn erst die Klarheit der Unterschiede bildet die Basis
für das Interesse des Kindes am Differenzieren und den Aufbau
geistiger Ordnung. Diesem Zweck dient auch die quantitative Begrenzung
der Materialien, welche über die zu Geduld, Rücksichtnahme
und Kooperation erzieht. Ihre Ästhetische Gestaltung verleiht
Anziehungskraft und regt zu Aktivität an. Die "Stimme der Dinge"
appelliert zugleich an das Verantwortungsgefühl und ermahnt zu
pfleglichem Umgang. Die Möglichkeit der Fehlerselbstkontrolle
schließlich soll das Kind weitgehend unabhängig machen.
Auf der Basis ihrer
Erfolge im Kinderhaus konzipiert Montessori Arbeitsmittel für das
Grundschulalter, wobei nun die Vermittlung von kulturspezifischem
Sachwissen entschieden in den Vordergrund rückt. Jeder
Unterrichtsgegenstand soll in einem wissenschaftlichen ausgearbeiteten
Materialsystem angeboten werden, was die enge Kooperation mit
unterschiedlichen Fachdidaktikern voraussetzt. Es sei erforderlich,
dass "die Gesamtheit der notwendigen und ausreichenden Mittel
festgelegt wird, die die Selbsterziehung hervorrufen". Zu solchen
Lernangeboten zählen etwa die von Montessori entwickelten
Materialien für Sprache, Mathematik, Biologie, Erdkunde, Musik,
religiöse oder Kosmischen Erziehung. Allerdings lassen sich
Montessoris Überlegungen zum Sinnesmaterial für den
Vorschulbereich nicht unreflektiert auf das pädagogische Handeln
im Grundschulalter übertragen, denn: "Die Prinzipien, die
während der ersten Periode nützlicherweise angewandt werden,
sind nicht dieselben, die man während der zweiten Periode anwenden
muß".
Zum Begriff der Montessori-Methode
Die freie,
selbsttätige Arbeit des Kindes mit Lernmaterial wird oft als
"Montessori-Methode" bezeichnet. Diese Etikettierung weist einerseits
auf etwas Charakterstisches hin, andererseits beinhaltet sie eine
unangemessene Reduktion auf nur einen, wenn auch zentralen Aspekt der
Montessori-Pädagogik, denn in ihrem Mittelpunkt steht "nicht das
Material, sondern das Kind". Montessori selbst sträubt sich gegen
diesen Begriff, wenn sie feststellt: "Es handelt sich um die Methode
des Kindes, nicht um die Montessori-Methode". Ausdrücklich bemerkt
sie, dass sie keine Erziehungsmethode im Sinne eines abgeschlossenen
Konzeptes entwickelt habe. Vielmehr fordert sie die reflektierte
Anwendung ihrer pädagogischen Grundideen.
Quelle: "Die kosmische Erziehung Maria Montessori" von Dr. M.
Klein-Landeck

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